Ausstellung

Dezember 1st, 2009

Bis zum 31.12.09 gibt es noch zu dem DP Camp Schlachtensee  im Jugendfreizeitheim & Medienkompetenzzentrum Düppel eine Ausstellung, die zu folgenden Öffnungszeiten zu besuchen ist

Öffnungszeiten:

Montag      15-21 Uhr

Dienstag    15-22 Uhr

Mittwoch    nur auf Anfrage

Donnerstag 15-22 Uhr

Freitag       15-20 Uhr

Medienkompetenzzentrum Düppel (Meko Düppel)
in der Jugendfreizeiteinrichtung Düppel
Lissabonallee 8
14129 Berlin (Zehlendorf)

Archivworkshop im Jüdischen Museum Berlin

November 26th, 2009

Hoch oben über den Dächern von Berlin mit Blick auf den Fernsehturm studierte gestern das Team zusammen mit dem Archivar Manfred Wichmann des Jüdischen Museums Berlin Fotos, Briefe, Führerscheine und Empfehlungen von Menschen, die in irgendeiner Weise mit dem DP Camp Schlachtensee („Düppel Center“) in Verbindung standen.

Beim intensiven Arbeiten mit den Originalquellen merkten alle Beteiligten, dass die Menschen, von denen die Quellen stammen, alle sehr interessante Persönlichkeiten waren, sodass die Zeit im Flug verging.

Dank des sehr engagierten Mitarbeiters des Jüdischen Museums Berlin hatte das Team jedoch fast drei Stunden Zeit, um sich mit allen Persönlichkeiten auseinandersetzen zu können.

Am Ende gingen alle etwas erschöpft, aber sehr bewandert und zufrieden nach Hause

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Max (l.), Lulu, Caro, Till

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Angie(l.), Benedikt, Max, Lulu

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Aline(l.), Max, Tanja, Till, Birgit, Phillipp, Herr Wichmann (vorne rechts)

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Aline(l.), Angie

14.11.09- Präsentation im Jugendforum /Abgeordnetenhaus

November 16th, 2009

Heute wurde der Weblog zum DP Camp Schlachtensee im Jugendforum/ Abgeordnetenhaus präsentiert.

Nach tagelangem vorbereiten einer Offlinepräsentation, waren alle Beteiligten erleichtert, dass der Aufbau des Standes auch ohne Internet reibungslos funktionierte.

Leider wurde die Aufmerksamkeit der Besucher durch laute HipHop Musik einer Tanzgruppe beeinflusst, sodass es zum Teil nicht möglich war, die Interviews akustisch zu verstehen oder mit der Stimme gegen die Musik anzukommen.

Zum Glück gab es am Mittag tatkräftige Unterstützung durch die jugendlichen Teammitglieder, die nicht nur durch ihre Anwesenheit sondern auch durch ihre gute Laune für eine lockere Atmosphäre sorgten.

Insgesamt hoffen wir alle, auf einige interessierte Zuhörer gestoßen zu sein, die uns vielleicht sogar bei der Fortführung des Projektes behilflich sein können.

Wie war das Projekt

November 10th, 2009

In kleinen Interviews berichten wir, was wir gemacht haben und was uns besonders gut gefallen hat.

Einleitung DP-Camp Projekt
[audio:Einleitung-DP-Camp-Projekt.MP3]

Das Thema und wer hat mitgemacht
[audio:das-Thema-und-wer-war-dabei.MP3]

Wo hat das Projekt in Berlin-Zehlendorf stattgefunden?
[audio:3-wo-hat-das-Projekt-stattgefunden.MP3]

Was haben wir im Projekt gemacht?
[audio:4-was-haben-wir-gemacht.MP3]

Wie haben wir uns auf die Interviews vorbereitet?
[audio:5-was-haben-wir-gemacht.MP3]

Was hat mir besonders gut gefallen
[audio:6-was-hat-besonders-gut-gefallen.MP3]

Wie war das Interview mit Frau Wetzel?
[audio:7-Interview-mit-Frau-Wetzel.MP3]

Wie war das Interview mit Herrn Heim?
[audio:8-Interview-mit-Herrn-Heim.MP3]

Unsere Zukunftspläne
[audio:9-Zukunftsplaene.MP3]

Bericht vom 7.11.09 Der Countdown läuft

November 9th, 2009

Am Samstag, dem 7.11.09 liefen die letzten Vorbereitungen für die Präsentation des Weblogs im Abgeordnetenhaus am 14.11.09.
Von 12Uhr bis 13Uhr wurde die Zukunft des Projektes nach der Präsentation besprochen.
Dabei heraus kam, dass alle für die Weiterführung des Projektes stimmten.
Die folgenden Interviews mit den Zeitzeugen sollen sich jedoch nicht nur auf das DP Camp in Düppel konzentrieren, sondern auf alle DP Camps in Berlin.
Um 13Uhr ging es dann los mit dem Schneiden der Interviews.
Nach ungefähr zwei Stunden Arbeit gab es eine kleine Stärkung in Form einer reichhaltig belegten Pizza, um den weiteren Denkprozess zu fördern.
Von 15Uhr bis 20.45Uhr gab es dann eine sehr intensive und anstrengende Phase des Schneidens.
Der Tag endete jedoch letztendlich mit einem großen Erfolg: die Interviews waren fertig und sind nun bereit, um in den Weblog gestellt zu werden.

Fotos vom Schnitt

November 7th, 2009

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Jenny

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Lulu und Caro

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Angie

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Phillipp

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Till

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Computerraum Überblick

Lageplan des DP-Camps Düppel „Düppel Center“

Oktober 23rd, 2009
Lageplan DP-Camp Düppel

Am nördlichen Ende des ehemaligen DP-Camps befindet sich die Potsdamer Chaussee, am nordöstlichen Rand die Lissabonallee, am südöstlichen Rand entsteht die Benschallee, am westlichen Rand schließt sich der Waldfriedhof Zehlendorf an, der zur gleichen Zeit wie das DP-Camp entstand.

Wie man auf dem Plan sehen kann, können maximal zwei Gebäude Originalgebäude sein,wenn man davon ausgeht, dass der Plan zwischen 1 und 2 Metern ungenau ist. Die heutigen Gebäude sind auch etwas länger also sie auf dem Plan eingezeichnet sind. Um zu überprüfen ob die Gebäude Originalgebäude sind, werden wir die Tiefen der Keller erkunden, in denen anscheinend auf die Wände geschrieben wurde. Das Geschriebene könnte auf das DP-Camp hinweisen.

Ausstellung zum DP Camp Schlachtensee

Oktober 22nd, 2009

Der Bezirk Zehlendorf war im Rahmen des Viermächteabkommens dem amerikanischen Sektor zugeordnet. 1946 verließen US Amerikanische Soldaten, ein ehemaliges Wehrmachtsgelände, um jüdischen Flüchtlingen Platz zu machen.
Auf dem heutigen Gelände des Bezirksamts Steglitz-Zehlendorf an der Potsdamer Chaussee/ Lissabonallee befand sich von Januar 1946 bis August 1948 ein Flüchtlingslager mit dem Namen Düppel Center.
Hier lebten und warteten auf ihre Ausreise (vorzugsweise in die USA und Palästina) bis zu 5000 jüdische Flüchtlinge, die nach Ende des Zweiten Weltkrieges 1945 vor Pogromen aus Osteuropa, vor allem aus Sibirien und den ehemaligen asiatischen Sowjetrepubliken, flohen.
Dorthin waren viele westpolnische jüdische Familien von Stalin deportiert worden, nachdem durch den Nichtangriffspakt von Hitler und Stalin Polen aufgeteilt wurde.
Die Flüchtlinge hatten Entrechtung und Verfolgung erlebt.
Viele hatten Angehörige verloren oder wussten nichts über deren Verbleib.
Einige hatten in Verstecken, im Widerstand oder auch in der polnischen Armee überlebt und konnten nach Ende des Krieges nicht in ihre Orte zurückkehren.
Der offizielle Status der Flüchtlinge hieß „ Displaced Person“ („DP“)
Neben dem DP Camp Düppel gab es noch zwei weitere DP Camps in Mariendorf und Wittenau.
Die gemeinsame Sprache war jiddisch.
Die Leitung des DP Lagers unterstand von 1943-1947 der UNRRA, einer Hilfs- und Wiedereinsetzungsorganisation der Vereinten Nationen.
1947 bis 1948 übernahm die IRO die Koordination.
Im Camp bildete sich eine Selbstverwaltung, ein sogenanntes Lagerkomitee, eine DP-Polizei, sowie eine Feuerwehr, ein Lagergericht, einem Kulturamt mit Bibliothek und eine Volkshochschule.
Ebenfalls gab es eine Lagerzeitung mit dem Namen „Unzer Lebn“ mit einer Auflage von 2000-3000Stück.
Im Camp gab es viele Eheschließungen und Geburten, die den Wunsch nach einem neuen Leben und einer neuen Zukunft ausdrückten:
„Sag´ ihnen in Amerika mir leben doch-trotz allem wir leben“- So sagte es ein Hochzeitsgast.
Pädagogische Einrichtungen wie Kindergärten sowie Bildung und Ausbildung hatten in den DP-Lagern hohe Priorität.
Viele Flüchtlingskinder hatten keine Kindheit erlebt und konnten keine Schule besuchen.
1947 gingen im Lager Düppel 385 Kinder zur Schule. Der Unterrichtsstoff bestand aus: Rechnen, Geschichte, Englisch, Hebräisch, Singen, jüdische Geschichte, Zeichnen und Gymnastik.
Seit 1946 gab es im Lager Düppel ein Sportverein, der den Namen „Herzliya“ trug.
Nach kurzer Zeit hatte der Sportclub 190 Mitglieder.
Kulturelle Veranstaltungen waren nicht nur eine Abwechslung im Alltag, sondern auch ein Ausdruck kultureller Teilhabe nach langer Zeit der Entbehrung.
1946 wurde das Theater „Baderech“ von Künstlern im DP Camp gegründet.
Das Theater erfuhr in den folgenden Jahren Anerkennung in der Stadt und die Aufführungen wurden in den damaligen Berliner Tageszeitungen besprochen.
In Düppel gab es drei Rabbiner, zwei Synagogen und eine Mikwe- ein rituelles Tauchbad für Frauen.
Die meisten der Flüchtlinge feierten die jüdischen Feste und befolgten traditionelle Regeln, wie die Beschneidung am achten Tag nach der Geburt.
Alle Lebensbereiche wurden stark durch den Zionismus geprägt.
Das Interesse an der Errichtung eines eigenen jüdischen Staates und einer eigenen Heimat prägte Alltag, Erziehung und Bildung.
Die Gründung Israels am 14.Mai 1948 wurde im Camp groß gefeiert.
Alle Camps in Berlin mussten 1948 mit der Berlin-Blockade geschlossen werden:
Ende März 1948 kam es zu den ersten Blockaden West-Berlins durch die sowjetischen Alliierten.
Im Juni wurde die Strom- und Lebensmittelversorgung für West- Berlin gekappt und bald begann die die Berliner Luftbrücke der Engländer und Amerikaner.
Durch die Blockade konnte keine angemessene Versorgung der Flüchtlinge gewehrleistet werden.
So wurden sie nach Westdeutschland per Flugzeug evakuiert.
Innerhalb von zehn Tagen, Ende Juli 1948, wurde das DP Camp Düppel aufgelöst.
Das Gelände wurde danach für Flüchtlinge aus Ostdeutschland genutzt.

Dokumentarfilm „Transit Berlin“

Oktober 21st, 2009

Dokumentarfilm von Gabriel Heim zu den DP Camps in Berlin

Gabriel Heim, in der Schweiz 1950 geboren, hatte nach seiner Tätigkeit als  Fernsehdirektor beim RBB wieder Lust als Autor zu arbeiten.

Für seinen Dokumentarfilm „Transit Berlin“ suchte er in London, Tel Aviv und Washington nach Zeitzeugen, die nach dem Zweiten Weltkrieg in einem der drei DP Camps in Berlin untergebracht waren.

Es begegneten ihm viele interessante Menschen mit beeindruckenden Lebensgeschichten. Dabei heraus kam ein Film, indem die Zeitzeugen erzählen, wie sie die damalige Zeit erlebt und wahrgenommen haben.

http://www.jg-berlin.org/beitraege/details/majn-stetele-schlachtensee-i196d-2009-10-04.html